Die erste eigene Wohnung

Die erste eigene Wohnung

 

Die erste eigene Wohnung

Die erste eigene Wohnung ist gefunden und nun steht der Einzug in dein neues Zuhause bevor. Welche Punkte dabei unbedingt beachtet werden sollten, haben wir nachfolgend in einer Liste zusammengefasst:

1.) Mietvertrag gründlich prüfen

Auch wenn die Euphorie jetzt sicher groß ist, solltest du nicht vergessen, den Mietvertrag vor dem Unterschreiben zu prüfen. Wichtig sind vor allem folgende Punkte:

  • Sind Miete, Betriebskosten und Kaution genauso hoch, wie zuvor besprochen?
  • Ist die Wohnfläche korrekt angegeben?
  • Gibt es eine Mindestmietdauer oder kannst du jederzeit ausziehen?
  • Ist der Mietvertrag befristet oder unbefristet?
  • Beinhaltet der Mietvertrag kritische Klauseln, etwa zur Kündigungsfrist, zu den Betriebskosten oder zu den Wartungs- und Erhaltungspflichten?
  • Werden im Mietvertrag zusätzliche Bestandteile und Räume (z. B. Einbauküche oder Keller) aufgeführt und sind diese in einem betriebsfähigen Zustand?
  • Sind alle Personen im Mietvertrag aufgeführt, die auch einziehen? Gerade bei WGs ist dies wichtig.

Hinweis: Grundsätzlich ist es natürlich unerlässlich, dass man den Mietvertrag im Vorfeld gründlich checkt. Aber keine Sorge: Enthält der Vertrag Klauseln, die von Gerichten in aller Regel für unwirksam erklärt werden, sind diese ungültig – selbst wenn der Vertrag unterschrieben wurde. Häufig gibt es allerdings in diesem Zusammenhang Verjährungsfristen zu beachten. Bei Unsicherheiten zum Beispiel über die Miethöhe können Mietervereine oder auch Prozesskostenfinanzierer wie Miete Runter, Mietheld, Günstiger Wohnen, Miethammer, Mietrobin oder Faire Miete hilfreich sein.  Diese übernehmen für ihre Kunden das Kostenrisiko in mietrechtlichen Behörden- und Gerichtsverfahren. Die Hauptleistung des Finanzierers besteht darin, das gesamte finanzielle Risiko zu tragen, das mit der Durchsetzung von Ansprüchen zum Beispiel wegen zu hoher Miete gegen den Vermieter verbunden ist. Auch wenn der Fall nicht erfolgreich sein sollte, muss der Kunde nichts bezahlen.

2.) Strom, Gas, Internet und Telefon anmelden

Bereits die Wahl eines passenden Anbieters dieser Dienstleistungen ist häufig die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Wichtig ist es erstmal genau zu prüfen, was man wirklich braucht (zum Beispiel welche Datengeschwindigkeit beim Internet). Bei der Wahl des günstigsten Anbieters sind Tarifvergleichsportale wie Durchblicker sehr transparent und können helfen zukünftig Kosten zu sparen.

3.) Versicherungsschutz prüfen

Private Haftpflichtversicherung sollte zum Standard gehören

Die private Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die du Dritten verursachst. Dabei kann es sich um Sach-, Personen- oder auch Vermögensschäden handeln. Diese Absicherung ist keine Pflichtversicherung in Österreich. Dennoch sollte jede/r VerbraucherIn über einen solchen Schutz verfügen, damit sie / er vor hohen Kosten im Schadensfall geschützt ist:

  • Wenn du zum Beispiel Dielen einer Altbauwohnung vor dem Einzug abschleifst und diese dadurch irreparabel beschädigst, kann die Versicherung mögliche Schadensersatzansprüche der/des VermieterIn beheben.
  • Oder solltest du beim Umzug Schäden im Hausflur verursachen, kann die private Haftpflichtversicherung ebenfalls greifen.

Haushaltsversicherung ist ebenfalls zu empfehlen

Wer die erste Wohnung bezieht, hat in der Regel noch keinen sehr großen Hausrat. Dennoch kann es gerade auch in der ersten eigenen Wohnung sinnvoll sein, den Hausrat abzusichern. Denn dazu zählen neben Möbeln und Kleidungsstücken auch elektronische Geräte wie Fernseher, Spielkonsolen oder Smartphones. Eine Fotoausrüstung oder ein Fahrrad können ebenso zum Hausrat gezählt werden. Mit der Haushaltsversicherung sind diese Gegenstände bei Schäden oder Diebstahl abgesichert.

Auch vorm Abschließen einer Versicherung lohnt es sich, im Vorfeld über Tarifvergleichsportale die unterschiedlichen Angebote zu checken.

4.) Umzug organisieren

Ob du den Umzug mit Freunden oder einem professionellen Umzugsunternehmen organisierst, hängt wohl maßgeblich von deinem Finanzbudget ab. Egal wie, folgende Tipps helfen dir damit dein Umzugstag möglichst reibungslos verläuft:

  • wer vorab gut geplant und Kisten packt, schafft den Umzug meist an einem Tag
  • hilfreich ist es, alle Kisten und Möbel zu beschriften
  • Überleg dir vorab einen Möbelplan: Wo soll das Bett stehen und wo der Esstisch? So kannst du die Einrichtungsgegenstände und Kisten direkt in den Räumen platzieren, in denen sie auch später stehen sollen.

Meldepflichten rund um die eigene Wohnung

Folgende An- bzw. Ummeldung solltest du nach dem Bezug der ersten eigenen Wohnung beachten:

  • Meldung des Wohnsitzes bei der zuständigen Meldebehörde (innerhalb von drei Tagen nach Bezug der Unterkunft)
  • Behörden und Ämter über die neue Adresse informieren
  • Nachsendeantrag bei der Post
  • Ggf. Fahrzeuge ummelden

 

Titelbild: www.pixabay.com

 

 

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Übrigens: Auch die Mietkaution ist ein heikles Thema. Nicht selten kommt es auch hier zu unrechtmäßig überhöhten Forderungen oder der Vermieter gibt die Kaution nach dem Auszug aus der Wohnung nicht zurück. Aber auch hier gibt es die Möglichkeit, sich als Mieter zur Wehr zu setzen und das unrechtmäßig einbehaltene Geld zurückzuholen.

 


 

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