Mietpreise in Österreich - die wichtigsten Zahlen und Fakten

Mietpreise in Österreich - die wichtigsten Zahlen und Fakten

 

Alles rund um Mietpreise in Österreich

Immer mehr Menschen wohnen in Österreich in Mietwohnungen. Und diese müssen einen erheblichen Teil ihres Einkommens - im Schnitt 35% - aufwenden, um den Mietzins zu bezahlen.

Deswegen stellen wir hier die wichtigsten Zahlen und Fakten zu Mietpreisen in Österreich zusammen:

  • Woraus setzen sich Mietpreise zusammen
  • Wie hoch sind die Mietpreise im regionalen Vergleich
  • Welche Wege es gibt, um Mietpreise möglichst gering zu halten

 

Mieten: In Österreich fast 45 Prozent

Wohnen Sie in einer Mietwohnung? Damit sind Sie nicht alleine: Etwas weniger als die Hälfte aller Österreicher wohnen in Miete. Das sind deutlich mehr als im europäischen Vergleich:

bevoelkerung nach wohnbesitzverhaeltnissen

(Bildquelle: https://ec.europa.eu)

Allerdings gibt es starke regionale Unterschiede - während im Burgenland unter einem Fünftel mietet, sind es in Wien fast 80%

 

Tendenz: Steigen die Mieten wirklich?

Es kommt einem oft so vor, als würde alles teurer werden, vor allem aber das Wohnen in Miete. Ein Anstieg der Mietpreise ist auch statistisch tatsächlich festzustellen. Erst kürzlich wurden turnusmäßig die Mietpreise an die Inflation angepasst, der Richtwertmietzins wurde nämlich erhöht. Aber auch allgemein stiegen die Mietpreise in den vergangenen zehn Jahren um durchschnittlich 37 %. 2007 lag der Wert noch bei 5,6 € pro m2, 2017 schon bei 7,6 € pro m2.

 

Mietzins: Das beinhaltet er

Wenn von Mietpreisen die Rede ist, sind der Netto-Mietzins und alle Nebenkosten (wie z. B. Strom, Gas) inklusive Betriebskosten gemeint. Die Betriebskosten setzen sich wiederum aus verschiedenen laufenden Kosten zusammen, die im Wohnhaus anfallen, wie beispielsweise Wasserversorgung, Müllabfuhr oder Hausreinigung (siehe unseren Ratgeber zu Betriebskosten).

 

Mietpreise: Große regionale Unterschiede

Die Mietpreise in Österreich sind von starken Unterschieden geprägt - oft ist von einem Ost-West-Gefälle die Rede. Das bezeichnet die Tendenz, dass in den östlichen Bundesländern, wie dem Burgenland oder Niederösterreich, die Mieten am günstigsten sind, während in den westlichen Ländern, wie Vorarlberg, Salzburg oder Tirol, am meisten zu bezahlen ist. Besonders die Städte im Westen Österreichs, allen voran Innsbruck, sind besonders teuer.

Eine Ausnahme von diesem generellen Trend bildet Wien. Da Wien als Hauptstadt immer mehr Menschen anzieht und die am schnellsten wachsende Stadt Österreichs ist, wird sich diese Entwicklung vermutlich auch in näherer Zukunft nicht umkehren.

Ein weiteres interessantes Gefälle, das nicht nur hierzulande zu beobachten ist, ist das zwischen Stadt und Land. Zunächst ziehen Österreichs Städte durch ihr reichhaltiges kulturelles Angebot viele Menschen an, aber vor allem sind in diesen Ballungszentren große Mengen an Arbeits-, Ausbildungs- und Studienplätzen gebündelt. Viele Menschen können sich deswegen gar nicht aussuchen, ob sie in der Stadt oder am Land wohnen, obwohl letzteres meist viel günstiger ist.

Beispiel:

Während die Mietpreise in Wiens 3. Gemeindebezirk Landstraße bei durchschnittlich 15,95 € pro m2 liegen, sind es im Bezirk Lilienfeld in Niederösterreich weniger als die Hälfte, nämlich 7,50 € pro m2.

Die beiden Orte sind nur 66 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt.

Mehr dazu im Artikel von immowelt.at: Mietpreise im Vergleich: So viel zahlen Mieter in den Bezirken.

 

Wien: Bald 2 Millionen Einwohner?

Prognosen besagen, dass die Bundeshauptstadt von Österreich im Laufe des Jahres 2027 die Zwei-Millionen-Marke knacken wird. Dies wird wohl zu einer weiteren Steigerung der Nachfrage führen, die die Mietproblematik weiter verschärfen könnte.

Aber auch innerhalb Wiens unterscheiden sich die Mietpreise drastisch voneinander. Während im 1. Bezirk, der Inneren Stadt, im Durchschnitt 19,50 € pro m2 bezahlt werden muss, liegt man im fünf Kilometer davon entfernten Meidling, also dem 12. Gemeindebezirk, nur bei durchschnittlich 13,96 € pro m2. Mehr dazu auf immopreise.at.

Allerdings ist Wien damit im Vergleich zu anderen internationalen Metropolen noch ganz gut dran, was am gesetzlich festgesetzten Richtwertmietzins bei Altbauwohnungen liegt und am großen Anteil von Gemeindebauwohnungen, die für soziale Durchmischung selbst in den edleren Bezirken sorgen.

 

Günstig mieten: (Wie) geht das?

Rein statistisch gesehen ergibt es am meisten Sinn, in ein östliches Bundesland wie das Burgenland zu ziehen und dort am Land zu leben, um hohe Mietpreise zu umgehen. Allerdings kommt das aufgrund der Infrastruktur und der Arbeitsmöglichkeiten für viele nicht infrage. Das Pendeln kann zudem eine finanzielle und zeitliche Belastung sein. Die Außenbezirke größerer Städte haben oft günstigere Mietpreise als Innenstadtgegenden, aber auch hier stellt sich die Frage der Nähe zum Arbeits- oder Ausbildungsort.

Ansonsten bleibt noch die Möglichkeit, sich für die Miete einer vom Staat geförderten Wohnung zu bewerben (zum Beispiel hier https://www.wien.gv.at/wohnen/wienerwohnen/index.html), wobei es dabei oftmals zu langen Wartezeiten kommen kann oder nicht die Traumwohnung vermittelt wird.

Es kann auch versucht werden, die Kosten einer Maklerprovision zu vermeiden, indem direkt ohne Vermittlung eines Maklers angemietet wird. Dazu gibt es eigene Webportale, wo Privatpersonen Wohnungen zur Miete anbieten.

 

Zu hohe Miete: Was tun?

Obwohl es im Mietrechtsgesetz (MRG) mit dem Richtwertmietzins eine Art Deckelung der Mietpreise für Altbauwohnungen gibt, bezahlen viele Mieterinnen und Mieter nach wie vor überhöhte Mieten.

Dabei ist es möglich, sich die in den vergangenen Jahren zu viel aufgebrachte Miete zurückzuholen!

Sogenannte Prozessfinanzierungsunternehmen wie Miete Runter helfen dabei. Miete Runter übernimmt in mietrechtlichen Behörden- und Gerichtsverfahren das gesamte damit verbundene Kostenrisiko. Auch beim eventuellen Scheitern eines solchen Verfahrens muss also ein Kunde von Miete Runter nichts bezahlen.

Außerdem kann damit der Stress für Mieter, der mit einem Verfahren an einer Schlichtungsstelle oder einem Gericht gegen den Vermieter einhergehen kann, vermieden werden. Die Mieter werden in derartigen Verfahren dabei ausschließlich von spezialisierten Rechtsanwälten oder Mietrechtsorganisationen vertreten, nicht von Miete Runter.

Bitte beachten Sie, dass Miete Runter keinerlei Rechtsberatung oder -vertretung anbietet. Mehr Informationen finden Sie hier: https://www.mieterunter.at/unser-service