Der umstrittene Lagezuschlag

Der umstrittene Lagezuschlag

 

Ein Lagezuschlag darf nur dann verlangt werden, wenn der Vermieter dem Mieter diesen Zuschlag schriftlich vor Zustandekommen des Mietvertrages bekannt gibt. Und der Vermieter muss nachweisen, dass dieser Lagezuschlag gerechtfertigt ist.

Anfang 2018 hat der Oberste Gerichtshof ein wichtiges Urteil zu Gunsten der Mieter gefällt, nämlich zum Lagezuschlag und seiner Berechnung (5 Ob 74/17v). Wesentlich ist für den Mieter, dass die bisherige Berechnung nicht mehr angewendet werden darf. Auch wenn es selbstverständlich erscheint, dass vorhandene Infrastruktur oder Verkehrslage in die Miete hineinfließt, so sind Mieten oftmals nochmals über 20 % teurer gewesen, wenn der Vermieter einen Lagezuschlag verrechnete. Der OGH entschied, dass dies jetzt nicht mehr so einfach möglich ist.

Der Vermieter muss nachweisen, dass es Faktoren gibt, die die Annahme einer überdurchschnittlichen Lage erlauben. Mieterschutzinstitutionen, wie die Mietervereinigung aber auch Mieterfreunde sind mit dieser Entscheidung des OGH sehr zufrieden.

Auch die Stadt Wien hat eine neue Lagezuschlagskarte erstellt. Diese Karte belegt, dass für mehr als 100.000 Hauptmieter reduzierte Mieten zutreffen würden. Die Stadt Wien spricht dabei sogar von 25 % Mietersparnis.

Wenn auch Sie vom Lagezuschlag betroffen waren, stehen wir für eine kostenlose Überprüfung ihrer Miete gerne jederzeit zur Verfügung, ganz gleich ob telefonisch oder über unser Kontaktformular.


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